DBT‑A unterstützt junge Menschen Selbst-Verantwortung zu übernehmen

Foto: Pixabay

Zwi­schen Erzie­hung und Auto­no­mie ist die Arbeit mit Her­an­wach­sen­den oft eine Grat­wan­de­rung. Die Absolvent*innen der DBT‑A Fort­bil­dung haben ihren Metho­den­kof­fer für die Pra­xis gut gefüllt.

DBT ist eigent­lich eine Ver­hal­tens­the­ra­pie. Doch auch wenn wir in den junits päd­ago­gisch arbei­ten, hilft das Wis­sen im Kon­takt mit jun­gen Men­schen. 25 Kolleg*innen haben von August 2021 bis Janu­ar 2022 an den 4 Aus­bil­dungs­blö­cken der Fort­bil­dung teil­ge­nom­men, die von Herrn Dr. Hala­bi und Frau Dr. Max, aner­kann­te DBT-Trainer*innen, gelei­tet wurde.

DU musst für dich entscheiden

„Die DBT‑A hilft uns nicht nur, wenn Jugend­li­che oder jun­ge Erwach­se­ne eine Bor­der­line-Dia­gno­se oder ande­re psy­chi­sche Beein­träch­ti­gun­gen haben“, erkärt Brit­ta Klei­ne, päd­ago­gi­sche Bereichs­lei­tung, die die Ver­an­stal­tun­gen koor­di­niert hat. „Die Hal­tung in der DBT‑A steht dafür, den jun­gen Men­schen ernst zu neh­men und ihm Ver­ant­wor­tung für sich selbst und sein Han­deln zu über­tra­gen.“ Die Bot­schaft ist „Du bist dafür ver­ant­wort­lich, für dich zu sor­gen, damit es dir gut geht. Ich kann dir Alter­na­ti­ven zei­gen, die dir viel­leicht hel­fen kön­nen. Doch DU musst für dich entscheiden.“

Acht­sam­keit (Awa­reness) ist der ers­te, wich­ti­ge Schritt

Im Gespräch mit Teilnehmer*innen der Fort­bil­dung fällt immer wie­der der Begriff „Skills“ (Fähig­kei­ten). Die Skills befä­hi­gen den jun­gen Men­schen sei­ne Ver­hal­tens- und Gefühls­mus­ter zu ver­än­dern und Belas­tungs- oder Kri­sen­si­tua­tio­nen abzumildern.
Brit­ta Klei­ne erklärt dazu, dass (Selbst-)Zuschreibungsmuster wie „Ande­re sind an mei­ner Situa­ti­on schuld“ oder „Ich bin ja krank“ ihre Wirk­sam­keit ver­lie­ren sol­len. Ein ent­schei­den­der Ansatz ist, sich selbst wahr­zu­neh­men — mit sei­nen Gedan­ken, Gefüh­len und Kör­per­re­ak­tio­nen. ‚Acht­sam­keit‘ (Awa­reness) ist das Stichwort.

DBT‑A hilft uns auch als Team

Jes­si­ca Sack (junitKFW) berich­tet: „Wir nut­zen Acht­sam­keits­übun­gen auch in unse­ren Team­sit­zun­gen, um uns gut kon­zen­trie­ren zu kön­nen und den All­tag hin­ter uns zu las­sen. Eben­so hilf­reich ist es im Umgang mit den Jugend­li­chen.“ Wenn die jun­gen Men­schen mit Acht­sam­keits­übun­gen ver­trau­ter sind, kom­men sie auch von allein und fra­gen danach, weil sie es als wirk­sam für sich erleben.
Durch die DBT‑A sind man­che Ver­hal­tens­mus­ter bes­ser zu ver­ste­hen. Anhand von Sche­ma­ta kön­nen die Kolleg*innen die­se auch den jun­gen Men­schen bes­ser erklä­ren. Sie kön­nen dann nach­voll­zie­hen, was in ihnen vor­geht und was sie ver­än­dern können.


Brit­ta Klei­ne, Bereichs­lei­tung Pädagogik

Brit­ta Klei­ne ist für meh­re­re junits in Oer-Erken­schwick zustän­dig. Dazu gehö­ren vor allem die junits für Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne, die in unter­schied­li­chen For­men betreut wer­den. In Wohn­ge­mein­schaf­ten, Appart­ments oder auch spä­ter in ihrer eige­nen Wohnung.

Das DBT‑A Mentoren-Team

Zusam­men mit Tho­mas Reil (Bereichs­lei­tung Päd­ago­gik in Glad­beck) und Chris­toph Wege­ner (Psy­cho­lo­ge im junkum) wird Brit­ta Klei­ne die wei­te­re Umset­zung des DBT‑A ‑Kon­zepts im juni­kum beglei­ten. Denn das ‚Trai­ning‘ der Metho­den ist auch für die Fach­kräf­te wich­tig. Geplant ist, dass es „Skills-Grup­pen“ gibt, in denen Mitarbeiter*innen mit Jugend­li­chen an deren The­men arbeiten.

Was bedeu­tet die Abkür­zung DBT‑A

Genau heißt es Dia­lek­tisch-Beha­vio­ra­le The­ra­pie. Das ‚A‘ bedeu­tet, dass es eine Spe­zi­fi­zie­rung der The­ra­pie für Ado­les­zen­te ist (also für Men­schen in der Lebens­pha­se zwi­schen Kind­heit und Erwachsenenalter).
 


 

  arbei­ten im junikum