»Ganz normaler« Umzugsstress

OER-ERKENSCHWICK – „Und wo kann ich Sie finden?” – „Das junikum finden Sie in der Schill… – äh, pardon: in der Klein-Erkenschwicker-Straße 17!” – So oder so ähnlich wird es den Mitarbeitenden des junikum in Oer-Erkenschwick in den nächsten Wochen und Monaten wohl noch einige Male gehen, schließlich hatte die Hauptstelle des junikum ihren Sitz satte zwölf Jahre an der Oer-Erkenschwicker Schillerstraße mit der Hausnummer 1. Ohne jede Frage gewöhnungsbedürftig.

»Ganz normaler« Umzugsstress

Seit wenigen Wochen lautet die Adresse des junikum also »Klein-Erkenschwicker-Str. 17« und der Neubezug der dortigen Räumlichkeiten macht Thomas Kurth, Geschäftsführer des junikum, ganz besonders stolz. „Ich glaube ich spreche für alle unsere Mitarbeitenden hier in der Geschäftsstelle, aber ganz sicher auch für die Bewohner und Betreuer der benachbarten »junitOERbit«, wenn ich sage, dass wir mit dem neuen Standort an der Klein-Erkenschwicker-Straße 17 und den nagelneuen Räumlichkeiten mehr als zufrieden sein können.”

Auch der Alltag zieht nach und nach ein

Nach dem »ganz normalen« Umzugsstress wird in nahezu allen Büros auch das Alltagsgeschäft wieder aufgenommen, selbstverständlich begleitet von den bei einem Umzug dieser Größenordnung ebenfalls »ganz normalen« Störfeuern, wie Thomas Kurth zu berichten weiß: „Alle Telefonate werden aktuell noch auf unsere Mobiltelefone umgeleitet, aber auch die Probleme mit der Telefonleitung werden wir mit unserem Anbieter sicher bald aus der Welt geschafft haben.” Während die Arbeiten im Gebäude mittlerweile weitestgehend abgeschlossen sind, dauern die Arbeiten am Außengelände noch an. Aktuell werden die Parkplätze angelegt, danach folgen Arbeiten an den Grünanlagen.

Altes Pfarrhaus in Oer abgerissen

OER-ERKENSCHWICK – Und plötzlich geht alles schnell. Vom alten Pfarrhaus der katholischen Gemeinde an der Klein-Erkenschwicker-Straße 17 steht nicht mehr viel. Bereits am Montag soll das Gebäude endgültig abgerissen sein.

Es ist ein Haus, an dem der Zahn der Zeit nagte und das technisch längst nicht mehr auf aktuellem Stand war. Pfarrer wohnen dort schon seit vielen Jahren nicht mehr. Stattdessen baut das junikum, Gesellschaft für Jugendhilfe und Familien (ehemals Kinderheim St. Agnes) zwei neue Häuser in Oer.

„Es geht schnell voran“, freut sich junikum-Geschäftsführer Thomas Kurth, als er am Samstag die Abrissarbeiten unter die Lupe nimmt. Das gelte aber auch für die Arbeiten, die parallel zum Abriss stattfinden. Abgeschlossen ist bereits der Umzug der Wohngruppe junitOERBIT aus dem Pfarrhaus in einen der beiden Neubauten. „Der Einzug erfolgte, obwohl die Handwerker im Haus noch einiges erledigen mussten“, berichtet Kurth. Bereits seit einem Monat ist das Gebäude jetzt bezogen. Insgesamt elf Mädchen und Jungen werden dort betreut. „Jetzt sollen so schnell wie möglich auch die Außenanlagen fertiggestellt werden“, freut sich Kurth. Rund 1,2 Mio. Euro pro Haus wurden in die beiden Bauten investiert.

Auch im zweiten Gebäudekomplex, der entlang der Klein-Erkenschwicker-Straße führt, stehen die Arbeiten vor dem Abschluss. Dort entsteht der neue junikum-Verwaltungskomplex. Rund 20 Mitarbeiter verlassen in Kürze ihr Domizil im Haus Schillerstraße 1 und sind zukünftig in Oer tätig. „Wenn alles planmäßig verläuft, könnte der Umzug Ende Oktober über die Bühne gehen“, sagt Kurth.

Über eine Nachfolgenutzung der Räume an der Schillerstraße ist noch nichts bekannt. Nach Oer werden aber nicht nur die Mitarbeiter der Geschäftsstelle ziehen. „Auch die Familienberatung ist zukünftig dort ansässig“, berichtet der Geschäftsführer. Bislang war die Beratung im alten Pfarrhaus von St. Josef an der Kirchstraße untergebracht.

Text: Jochen Börger | Stimberg Zeitung | 01. Oktober 2018

Foto: junikum

Einfach mal durchschnaufen – Achtsamkeit im junikum

Von Christoph Wegener. Wer kennt das nicht: Die Außentür fällt ins Schloss, die Kids der Wohngruppe sind gerade aus dem Haus, es steht das morgendliche Aufräumen an. Bis zum Dienstschluss muss die Hilfeplanvorlage raus, für heute Nachmittag muss spontan eine Begleitung zum Arzt geplant werden und und und … Die inneren Antreiber funktionieren gut, aber wie geht es mir gerade? In welchem Zustand bin ich denn gerade?

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Einzug in die neue junitOERBIT

OER-ERKENSCHWICK – Thomas Kurth, Geschäftsführer der junikum GmbH, freute sich völlig zu recht: „Wir sind voll im Zeitplan und konnten unser erstes Ziel planmäßig erreichen!” Was war geschehen? Vom 25. auf den 26. August 2018 verbrachten die ersten Kinder im neuen Gruppenhaus mit der Bezeichnung »junitOERBIT« ihren ersten Tag und ihre erste Nacht.

 

Der Einzug erfolgte, obwohl die Handwerker im Haus sowie die Galabauer im Außenbereich noch einige Arbeiten erledigen müssen. „Alle Beteiligten arbeiten mit Volldampf an der Fertigstellung”, so Kurth. „Wir wünschen allen Kindern und Mitarbeitenden von Herzen einen guten Start in ihrer neuen Heimat!”, sendete der Geschäftsführer die besten Wünsche aus.

Die Hauptrolle im Hintergrund – Der Hund als treuer Begleiter und Beziehungspartner

Von Annalena Lohbeck. Und da standest du nun, allein vor der Gruppe, deinem neuen Lebensort. Deine Eltern hattest du schon Zuhause verabschiedet, die Kollegin des Jugendamtes begleitet dich. In der einen Hand den Teddy, in der anderen eine Tasche, dein Blick zum Boden. Die Tränen kullerten, deine Füße sahen so schwer aus, fast zu schwer, um die Stufen zu deinem neuen vorübergehenden Zuhause zu bewältigen.

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