Preisträger des CoolTour-Wettbewerbs geehrt

OER-ERKENSCHWICK Trubel auf dem Gelände der Kinder- und Jugendeinrichtung junikum an der Kirchstraße: Bevor es beim internen Fußballturnier um Tore ging, stand noch die Siegerehrung des alljährlichen CoolTour-Wettbewerbs auf dem Programm.

Die hätte bereits Anfang der Ferien beim Sommerfest stattfinden sollen, doch das musste wegen schlechten Wetters abgesagt werden. „Wir möchten so aber den Kindern Wertschätzung für ihre Leistung entgegenbringen“, sagt Bereichsleiter Thomas Reil. 100 Kinder und Jugendliche aus 13 Wohngruppen haben ihre Gedanken zum Thema „Reformation – Zeit für Veränderung“ auf kreative Weise in Bild, Wort und Kunst dargestellt. Die Werke reichen von der christlichen Sicht auf das Thema über den Wunsch nach einem Ausbildungsplatz bis zum Naturschutz – stets mit der Frage „Wie kann ich etwas zum Positiven verändern?“.

Es war keine leichte Aufgabe für die zehnköpfige Jury, einen Sieger zu küren: Die junitGOYA freut sich über den Sieg und auch über Wanderpokal und Ausflugsgutschein. Die junitJUWO belegt Platz zwei und darf chic Essen gehen, gefolgt von der junitMIKA. Die freut sich über einen Kinogutschein. Außerdem gab es für alle Gruppen Eisgutscheine.

Text und Bild: Regine Klein/ Stimbergzeitung (26.08.2017)


 

Archäologische Begleitung des Neubaus in Oer

Nachdem am letzten Montag der erste Spatenstich für den Neubau der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung junikum erfolgte, rollte am folgenden Mittwoch bereits der Bagger an (s. Bericht der Stimberg Zeitung bei Facebook und in den junikum-News).

Das Gelände des alten Pastorats von Oer, wo der Neubau jetzt entstehen soll, kam Anfang der 1990er Jahre in den Fokus der Heimatforschung als alternativer Standort der „Burg Oer“. Stadtgeschichtliche Bedeutung hat dieser Sitz der Herren von Oer dadurch, dass hier die Keimzelle von Oer vermutet wird. Auch wenn bereits 1436 die Herren von Oer von ihrem Landesherrn, dem Kölner Erzbischof, endgültig aus dem Vest vertrieben wurden, zeigt das Wappen der Stadt Oer-Erkenschwick doch eindrucksvoll, wie eng der Bezug zur Familie von Oer noch in heutiger Zeit ist. Nicht das kurkölner Kreuz, wie in vielen Städten im Vest, sondern das Wappen der Familie von Oer bildete die Basis des Stadtwappens.

Der Standort des ursprünglichen Sitzes der Familie von Oer, also bevor sie ab ca. 1377 ihren Sitz auf der Horneburg nahmen, ist bisher nicht sicher bekannt. Zum einen gibt es den schon lange bekannten Standort nahe des Kaninchenbergs. Hier initiierte der Verein für Orts- und Heimatkunde 1964 auch eine Suchgrabung, um Klarheit über den Hügel zu bekommen, der sich in dem ehemaligen Sumpfgelände abzeichnete. Aber auch die 1983 durchgeführte zweite Notgrabung brachte nicht den endgültigen Beweis.

Vielmehr kam 1991 von Kritikern des alten Standorts eine zweite Theorie auf, die sich primär auf eine Kartenanalyse stützt. Sie berufen sich auf die in alten Karten rund um das Pastorat eingezeichnete Gräfte. Eine Gräfte ist die westfälische Bezeichnung für einen Wassergraben, der vornehmlich zu Verteidigungszwecken angelegt wurde. Die Befürworter der neuen Theorie sehen darin einen Rest des Herrschaftssitzes derer von Oer. Häufig waren die Herrschaftssitze in ihrer Ursprungsform nichts weiter als befestigte Bauernhöfe, wie z.B. auch das heutige Schloss Horst in Gelsenkirchen ursprünglich nur eine befestigte Hofanlage war. Das jetzige Baugebiet ist daher besonders interessant.

Zur Prüfung des Bauuntergrunds wurden von der Baufirma am heutigen Tag Schnitte ausgehoben, die danach von einem Grabungsteam der „LWL-Archäologie für Westfalen“ noch genauer untersucht und archäologisch erfasst wurden. Angetroffen wurden hierbei überwiegend alte Aufschüttungen. Der Schnitt in der Nähe des Straßenrands könnte eventuell ein Teil der in den alten Karten eingezeichneten Gräfte angeschnitten haben. Da eine tiefe Aushebung der Baugrube nicht notwendig ist, ist aufgrund der in den Schnitten angetroffenen Befunde nicht vorgesehen, die gesamte Fläche zu erfassen. Vielmehr wird die geplante Bodenplatte eine Versiegelung der Stelle bewirken, so dass die Situation in der Erde für kommende Forschungen erhalten bleibt.

Wird bei der Aushebung des Bodens sichtbar, dass aufgrund der Bodenbeschaffenheit doch tiefer ausgehoben werden muss, wird sich das Grabungsteam die neue Situation ansehen und den Befund dann aufnehmen.

Von Jochen Röttger

Verein für Orts- und Heimatkunde e.V. Oer-Erkenschwick


 

Bagger rollen heute in Oer an

Baustart für zwei neue junikum-Häuser/ Altes Pfarrhaus wird 2018 abgerissen

OER-ERKENSCHWICK – Auf den letzten Drücker wurde noch die Garage ausgeräumt, heute rollen schon die Bagger an. Dann beginnt für die Kinder- und Jugendeinrichtung junikum im Ortsteil Oer ein neues Zeitalter. Rund 1,2 Mio. Euro pro Haus werden in die zwei Neubauten investiert.

„Das ist ein wichtiger Tag für uns“, meinte gestern junikum-Geschäftsführer Thomas Kurth während des Spatenstiches, zu dem unter anderem auch Bürgermeister Carsten Wewers, Baudezernent Bernd Immohr und Fachdienstleister Michael Grzeskowiak erschienen waren. Die Zusammenarbeit mit der Stadt sei unkompliziert und effektiv gewesen, lobte Kurth – und ab sofort können entlang der Klein-Erkenschwicker-Straße in Höhe des ehemaligen Pfarrhauses die neuen Häuser entstehen.

Zum einen gibt es ein neues Verwaltungsgebäude. Rund 20 Mitarbeiter werden nach Fertigstellung vom bisherigen Stammsitz an der Schillerstraße Richtung Oer ziehen. An der Schillerstraße ist die Geschäftsstelle seit 11 Jahren beheimatet. Am 13. März 2006 erfolgte der Umzug dorthin. Es war ein weiterer Schritt zur sogenannten Dezentralisierung. Weg vom klassischen Kinderheim St. Agnes an der Ludwigstraße hin zu verschiedenen Wohngruppen über das Stadtgebiet verteilt – das war die Vorgabe. 2011 folgte ein weiterer Neubeginn, der sich auch im Namen widerspiegelt. Aus dem Kinderheim wurde das junikum – Gesellschaft für Jugendhilfe und Familien.

Das zweite Haus soll eine Wohngruppe beheimaten. Bislang leben sieben Jugendliche im ehemaligen Pfarrhaus von St. Peter und Paul. Doch an dem Gebäude nagt seit langem der Zahn der Zeit. Wenn der Umzug abgeschlossen ist, wird das Pfarrhaus abgerissen.

Architekt Dirk Kaminski (Münster) hat das Bauvorhaben konzipiert und spricht von einem „wichtigen Meilenstein zur Quartiersbildung des kirchlichen Gesamtgrundstückes“. Die neuen Häuser haben zwei Geschosse und ein Satteldach. Im Herbst 2018 soll laut Kaminski der Bau der beiden Häuser abgeschlossen sein.

Von Jochen Börger/ Stimberg Zeitung (22.08.2017)


 

Landfrauen spenden 4200 Euro für das junikum

OER-ERKENSCHWICK – Der Einsatz der Landfrauen beim »Dattelner Mai« hat sich wieder einmal gelohnt. „Als Reinerlös blieben unterm Strich 4.200 Euro übrig“, freut sich Mechthild Spreckbrock, Vorsitzende der Dattelner Landfrauen. Dieses Geld stellen die Frauen in diesem Jahr der Oer-Erkenschwicker Gesellschaft für Jugendhilfe und Familien St. Agnes mbH, kurz: junikum, zur Verfügung, worüber sich bei der Spendenübergabe Christiane Jansen von der Geschäftsleitung besonders freute. junikum ist ein großer Träger der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe mit Standorten im Ruhrgebiet, dem südlichen Münsterland und Projektstellen in Polen. Standort ist die Stimberg-Stadt. Auch in Datteln ist die Einrichtung mit einer Mädchenwohngruppe vertreten.

„Kinder und Jugendliche finden in unseren Wohngruppen Platz, wenn das Zusammenleben mit der Familie nicht mehr möglich ist – vorübergehend oder auch langfristig“, beschreibt Christiane Jansen einen Schwerpunkt der Organisation. „Neben der täglichen Versorgung steht hierbei besonders im Fokus, Probleme aktiv zu bewältigen und tragfähige Perspektiven für die gemeinsame Zukunft zu schaffen.“ Vorsitzende Mechthild Speckbrock und ihr Dattelner Landfrauenteam freuten sich darüber, die Einrichtung mit dieser Spende unterstützen zu können. „Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die zum Erfolg unseres zwölften Landfrauenmarktes beigetragen haben: den Kuchenspendern, der Landjugend und natürlich unseren Männern für die tatkräftige Unterstützung.“


Beitragsbild: Norbert Schmitz | Zellerstraße 4 | 45711 Datteln

junikum ehrt treue Mitarbeiter

OER-ERKENSCHWICK – Bei der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung junikum ist es Tradition, dass Mitarbeiter anlässlich ihres Dienstjubiläums zu einem Frühstück eingeladen werden. Jetzt war es wieder soweit. „Es ist auch immer ein schöner Anlass, miteinander ins Gespräch zu kommen. So lernen sich die Mitarbeiter auch untereinander besser kennen“, sagte Christiane Jansen von der Geschäftsleitung, die mit Geschäftsführer Thomas Kurth die Ehrung vornahm. Seit mittlerweile 35 Jahren gehört Schwester Gerlinde Bussmann zum Team und seit 25 Jahren Dagmar Zysk. Seit 15 Jahren arbeitet Stefanie Sowa für das junikum. Seit zehn Jahren dabei sind Elin Uhlenbrauck, Mathias Haase und Svenja Pieper-Weishaupt. Für fünf Jahre geehrt wurden Daniela Steffen und Thomas Lübbers.


Beitragsbild & Text: R.Klein | Stimberg Zeitung Oer-Erkenschwick