Edeka Zierles spendet 6.791,20 Euro

6.791,20 Euro – diese Summe teilen sich 42 Kindergärten, Schulen, Vereine und karitative Einrichtungen aus Oer-Erkenschwick und Datteln. Den größten Scheck mit 949,80 Euro bekam bei der Übergabe vor dem Edeka-Center das Elisabeth-Hospiz in Datteln. Wohin das Geld geht, konnten die Kunden des Supermarkts entscheiden. Bei jedem Einkauf gab es Spendenmünzen zum Verteilen. Das Edeka-Team hat alle Spenden auf eine Mindestsumme von 50 Euro aufgerundet.


Text und Bild: Michael Dittrich – Stimberg Zeitung Oer-Erkenschwick – erschienen am 23.11.2017


Das junikum bedankt sich im Namen der Kinder, Jugendlichen und Mitarbeitenden für diese wirklich tolle Aktion bei Edeka Zierles in Oer-Erkenschwick und bei allen Spenderinnen und Spendern.

75 Jahre im Dienst

OER-ERKENSCHWICK – In der Geschäftsstelle an der Schillerstraße hat die Jugendhilfeeinrichtung junikum wieder langjährige Mitarbeiter geehrt. Da ist es längst gute Tradition, dass die Jugendhilfeeinrichtung ihre Mitarbeiter zu diesem Zweck zu einem gemütlichen Treffen bei Kaffee, Häppchen und Sekt einlädt. Der Austausch untereinander steht dann im Vordergrund.

„Viele der Mitarbeiter kennen sich vielleicht nur vom Sehen“, erklärt junikum-Leiter Thomas Kurth. Schließlich arbeiten 160 Personen für die Jugendhilfeeinrichtung, sie kümmern sich stationär um 121 Kinder und Jugendliche. Hinzu kommt der ambulante Bereich. Damit betreut die Einrichtung rund 200 Familien.

Dann gibt es bei der Jubilarfeier auch noch ein weiteres wichtiges Thema: Den Neubau von Geschäftsräumen und Wohngruppe in Oer. „Wir liegen sehr gut in der Zeit“, meint Kurth. In der 50. Kalenderwoche soll das Dach aufgesetzt werden, dann kann Richtfest gefeiert werden. Im Juni 2018 ist geplant, dass die Gruppe von ihrem derzeitigen Domizil im alten Oerer Pfarrhaus in ihr neues Haus umzieht. Die Geschäftsleitung wird dann folgen.

Diese Mitarbeiter wurden geehrt: Markus Hansen ist seit 20 Jahren dabei. Seit 15 Jahren gehört Christiane Jansen zum Team sowie Tanja Dziuron und Britta Weitkämper seit zehn Jahren. Für fünf Jahre geehrt wurden Patrick Kindgen, Emine Sahin, Malte Szostak und Julia Weppelmann.


Text und Bild: Regine Klein – Stimberg Zeitung Oer-Erkenschwick – erschienen am 22.11.2017


 

Verlockender Wunschbaum

DORF RAUXEL – Das Team des »Friseursalons Verlockend« von Nadine Dietz (auf dem Foto ganz links/Foto: Familie Dietz) an der Wilhelmstraße 39a hat am Dienstag wieder ihre alljährliche Wunschbaumaktion gestartet. Bis zum 16. Dezember können Kunden, Freunde, Bekannte und alle Bürger einem oder mehreren Kindern zum Weihnachtsfest ein wenig Freude schenken.

Und so geht’s: Alle, die an der Aktion teilnehmen möchten, können sich vom Verlockend-Wunschbaum einen oder mehrere Wunschzettel der Kinder abnehmen. Darauf stehen die Wünsche jeweils eines Kindes. Ob Bücher, Spielsachen, Parfüm, Schmuck oder Kleidung, den Herzenswünschen der Kinder sind keinerlei Grenzen gesetzt. Ausgestellt werden diese Wunschzettel von Kindern und Jugendlichen, mit denen die Kinder- und Jugendeinrichtung junikum in Oer-Erkenschwick zusammenarbeitet. Mädchen und Jungen aus benachteiligten Familien, in denen Weihnachtswünsche eben nicht erfüllt werden können.

Mit diesem kleinen Wunschzettel an der Hand geht man dann einkaufen. Bis zum 16. Dezember um 13 Uhr sollten die Geschenk- Pakete dann im Salon abgegeben werden, damit ab dem 18. Dezember die hoffentlich vielen Päckchen und Pakete dann an die Kinder ausgeliefert werden können.


Text: Ruhr-Nachrichten – Lokalredaktion Castrop-Rauxel – erschienen am 22.11.2017

Preisträger des CoolTour-Wettbewerbs geehrt

OER-ERKENSCHWICK – Trubel auf dem Gelände der Kinder- und Jugendeinrichtung junikum an der Kirchstraße: Bevor es beim internen Fußballturnier um Tore ging, stand noch die Siegerehrung des alljährlichen CoolTour-Wettbewerbs auf dem Programm.

Die hätte bereits Anfang der Ferien beim Sommerfest stattfinden sollen, doch das musste wegen schlechten Wetters abgesagt werden. „Wir möchten so aber den Kindern Wertschätzung für ihre Leistung entgegenbringen“, sagt Bereichsleiter Thomas Reil. 100 Kinder und Jugendliche aus 13 Wohngruppen haben ihre Gedanken zum Thema „Reformation – Zeit für Veränderung“ auf kreative Weise in Bild, Wort und Kunst dargestellt. Die Werke reichen von der christlichen Sicht auf das Thema über den Wunsch nach einem Ausbildungsplatz bis zum Naturschutz – stets mit der Frage „Wie kann ich etwas zum Positiven verändern?“.

Es war keine leichte Aufgabe für die zehnköpfige Jury, einen Sieger zu küren: Die junitGOYA freut sich über den Sieg und auch über Wanderpokal und Ausflugsgutschein. Die junitJUWO belegt Platz zwei und darf chic Essen gehen, gefolgt von der junitMIKA. Die freut sich über einen Kinogutschein. Außerdem gab es für alle Gruppen Eisgutscheine.


Text und Bild: Regine Klein – Stimberg Zeitung Oer-Erkenschwick – erschienen am 26.08.2017

Archäologische Begleitung des Neubaus in Oer

OER-ERKENSCHWICK – Nachdem am letzten Montag der erste Spatenstich für den Neubau der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung junikum erfolgte, rollte am folgenden Mittwoch bereits der Bagger an (s. Bericht der Stimberg Zeitung bei Facebook und in den junikum-News). Das Gelände des alten Pastorats von Oer, wo der Neubau jetzt entstehen soll, kam Anfang der 1990er Jahre in den Fokus der Heimatforschung als alternativer Standort der “Burg Oer”. Stadtgeschichtliche Bedeutung hat dieser Sitz der Herren von Oer dadurch, dass hier die Keimzelle von Oer vermutet wird. Auch wenn bereits 1436 die Herren von Oer von ihrem Landesherrn, dem Kölner Erzbischof, endgültig aus dem Vest vertrieben wurden, zeigt das Wappen der Stadt Oer-Erkenschwick doch eindrucksvoll, wie eng der Bezug zur Familie von Oer noch in heutiger Zeit ist. Nicht das kurkölner Kreuz, wie in vielen Städten im Vest, sondern das Wappen der Familie von Oer bildete die Basis des Stadtwappens.

Der Standort des ursprünglichen Sitzes der Familie von Oer, also bevor sie ab ca. 1377 ihren Sitz auf der Horneburg nahmen, ist bisher nicht sicher bekannt. Zum einen gibt es den schon lange bekannten Standort nahe des Kaninchenbergs. Hier initiierte der Verein für Orts- und Heimatkunde 1964 auch eine Suchgrabung, um Klarheit über den Hügel zu bekommen, der sich in dem ehemaligen Sumpfgelände abzeichnete. Aber auch die 1983 durchgeführte zweite Notgrabung brachte nicht den endgültigen Beweis. Vielmehr kam 1991 von Kritikern des alten Standorts eine zweite Theorie auf, die sich primär auf eine Kartenanalyse stützt. Sie berufen sich auf die in alten Karten rund um das Pastorat eingezeichnete Gräfte. Eine Gräfte ist die westfälische Bezeichnung für einen Wassergraben, der vornehmlich zu Verteidigungszwecken angelegt wurde. Die Befürworter der neuen Theorie sehen darin einen Rest des Herrschaftssitzes derer von Oer. Häufig waren die Herrschaftssitze in ihrer Ursprungsform nichts weiter als befestigte Bauernhöfe, wie z.B. auch das heutige Schloss Horst in Gelsenkirchen ursprünglich nur eine befestigte Hofanlage war. Das jetzige Baugebiet ist daher besonders interessant.

Zur Prüfung des Bauuntergrunds wurden von der Baufirma am heutigen Tag Schnitte ausgehoben, die danach von einem Grabungsteam der “LWL-Archäologie für Westfalen” noch genauer untersucht und archäologisch erfasst wurden. Angetroffen wurden hierbei überwiegend alte Aufschüttungen. Der Schnitt in der Nähe des Straßenrands könnte eventuell ein Teil der in den alten Karten eingezeichneten Gräfte angeschnitten haben. Da eine tiefe Aushebung der Baugrube nicht notwendig ist, ist aufgrund der in den Schnitten angetroffenen Befunde nicht vorgesehen, die gesamte Fläche zu erfassen. Vielmehr wird die geplante Bodenplatte eine Versiegelung der Stelle bewirken, so dass die Situation in der Erde für kommende Forschungen erhalten bleibt.

Wird bei der Aushebung des Bodens sichtbar, dass aufgrund der Bodenbeschaffenheit doch tiefer ausgehoben werden muss, wird sich das Grabungsteam die neue Situation ansehen und den Befund dann aufnehmen.


Von Jochen Röttger – Verein für Orts- und Heimatkunde e.V. – Oer-Erkenschwick