Abendhimmel

Die Reise in mein unendliches Ich

Von Anna­le­na Lohbeck. 

Wenn dann auch mal jeder Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung geht!

Die­se Gedan­ken wid­me ich den fabel­haf­ten Kin­dern der junit­S­I­RI­US, die mich jeden Tag auf ihre Art und Wei­se auf­for­dern mei­ne Wer­te zu über­prü­fen und mir zei­gen wie ein­fach es sein kann glück­lich zu sein.
Du lässt die beein­dru­cken­de Land­schaft aus den unter­schied­lichs­ten Far­ben und Gege­ben­hei­ten, mit fast 300 km/h an dir vor­bei zie­hen. Über zwei Stun­den sit­zen wir nun im ICE in Rich­tung Hei­mat. Du, unge­wöhn­lich still, ohne dein Han­dy in der Hand und dein Blick stets aus dem Fens­ter. Es lie­gen 13 Tage hin­ter uns, die wohl für uns alle unver­ges­sen blei­ben. Viel­leicht geht dir der Rück­weg, der nach den unzäh­li­gen eige­nen Schrit­ten zunächst so unbe­schwert ein­fach erschien, gera­de viel zu schnell. Du wirkst nachdenklich …

Durch den far­ben­fro­hen Hori­zont blicken

…viel­leicht erin­nerst du dich an den oft­mals sehr stei­ni­gen und anstren­gen­den Weg, der vor uns lag und nun mit Stolz hin­ter uns liegt. Gedan­ken zwi­schen­durch umzu­dre­hen und auf­zu­ge­ben gab es, jedoch erreich­ten wir unser Ziel! Viel­leicht denkst du auch an alle Wege, die du in dei­nem Leben noch gehen wirst und an die Kraft, die dir der Weg erst genom­men und dann wie­der­ge­ge­ben hat. Die eine oder ande­re Sor­ge hat er dich für einen Moment ver­ges­sen las­sen, da bin ich mir sicher.
…viel­leicht wirst du den atem­be­rau­ben­den Son­nen­un­ter­gang über dem Chiem­see ver­mis­sen. Alles lie­ßen wir ste­hen und lie­gen, um den in oran­ge­rot getauch­ten Son­nen­un­ter­gang beob­ach­ten zu kön­nen. Er zog uns jeden Abend gemein­sam an die­sel­be Stel­le, in die­sel­be Stil­le und Fas­zi­na­ti­on. Kein Anruf, kein Face­book und kei­ne Nach­richt hät­ten dich dort weg bekom­men. Unser Tag wur­de ver­ab­schie­det, das neue Aben­teu­er begrüßt, Gedan­ken gesam­melt, Erfol­ge am knis­ter­ten Lager­feu­er gefei­ert und die Dank­bar­keit für das Schö­ne der Natur acht­sam erlebt.

Das neue Heimatgefühl

…bist du beim oft schmerz­vol­len Tra­gen dei­nes Gepä­ckes an den Punkt gekom­men, an dem dir klar wur­de was nicht wich­tig war mit­zu­neh­men oder was dir fehl­te und immer dabei sein muss? Unnö­ti­ges Gepäck able­gen, wei­ter zu lau­fen und klei­ne Pau­sen der Ruhe und Erho­lung am Ufer eines Sees ein­zu­le­gen, dies hat uns gemein­sam zum Ziel gebracht. Viel­leicht spe­ku­lierst du gera­de wo die Kraft und der Ehr­geiz in dir ver­steckt waren. Jeder Schritt in der Natur lässt dich zu der Per­son wer­den, die du sein willst.
…viel­leicht beru­higt dich auch gera­de der Gedan­ke, dass Wege mit lie­ben Men­schen an dei­ner Sei­te dir leich­ter fal­len. Dass es gut und okay ist Hil­fe anzu­neh­men, dass du es auch geschafft hast ande­ren Men­schen Mut zu machen wei­ter zu lau­fen. Du hat­test auf ein­mal Platz für neue Gedan­ken, für neue Erfah­run­gen! Auch mit der Akzep­tanz dei­ner Schwä­chen konn­test du gut umge­hen, denn dei­ne Stär­ken über­wieg­ten unge­heu­er, was dich selbst überraschte.

Unse­re Wunder(finder)Kinder

…viel­leicht hast du gera­de noch das Bild des dop­pel­ten Regen­bo­gens im Kopf. Was für ein Glück ihn nach dem schwe­ren Sturm gese­hen zu haben. Wir über­leg­ten wie viel Gold wir am Ende der bei­den Bögen wohl fin­den wür­den und wer das gewal­tig schwe­re Gold in sei­nem Ruck­sack dann zurück­tra­gen wür­de. Gold oder unser lebens­wich­ti­ges Pro­vi­ant und unse­re per­sön­li­chen Habseligkeiten?
…Viel­leicht hast du aber auch an unse­re Über­nach­tung unter frei­em Him­mel gedacht, in der wir Stern­schnup­pen beob­ach­te­ten und Glüh­würm­chen tra­fen. Wir stell­ten schnell fest, dass die Glüh­würm­chen im Licht der Taschen­lam­pe ihren Zau­ber ver­lo­ren. Ein Zau­ber, ein Fun­keln, das wohl jeder von uns in sich trägt. An die­sem Abend zähl­ten wir 13 Stern­schnup­pen und schenk­ten uns gegen­sei­tig die Wün­sche, da uns unse­re eige­nen aus­gin­gen. Die Hun­de wach­ten und wir schlie­fen behü­tet und gebor­gen in ihrem Schutz.

Was dich durchs Leben trägt

…viel­leicht ver­tue ich mich auch und du denkst nicht viel über Ver­gan­ge­nes nach. Viel­leicht über­legst du, dass die Welt doch nicht so groß und uner­reich­bar für dich ist. Hast du das Ziel sie wei­ter zu begrei­fen und davon zu träu­men sie zu umrei­sen? Wie schön es wäre, wenn du nach vor­ne blickst, mit dem Mut und der Kraft, Ver­gan­ge­nes hin­ter dir zu las­sen. Dass du trotz dei­ner schon unzäh­li­gen Rück­schlä­ge, dei­ne Träu­me groß hältst. Du weißt ja nun, dass du dich selbst nur schwer ent­täu­schen kannst. Nun… genau weiß ich nicht, was du die Fahrt über gedacht hast. Aber ich bin dank­bar beob­ach­ten zu dür­fen, wie du immer wie­der neue Erfah­run­gen in dein Rei­se­ge­päck packen konntest.
Zu guter Letzt, mein Stern­schnup­pen­wunsch, den ich von dir geschenkt bekom­men habe: Ich wün­sche dir das Glück mit lie­ben Men­schen an dei­ner Sei­te die Welt erfah­ren zu dür­fen und dort einen Platz für dich zu fin­den. Du wirst dei­nen Weg gehen, ein klei­nes Stück mit mir an dei­ner Sei­te, den Rest auf dei­nen eige­nen star­ken Bei­nen! Ich dan­ke dir, dass ich dei­nen span­nen­den Weg ganz kurz beglei­ten darf!

 

 

Anna­le­na Lohbeck
 Team­lei­tung junitSIRIUS

 kosmos

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